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Geschichte

Entwicklung der Ausbildung / Theatermaler/in EFZ

Basierend auf einem Reglement über die Ausbildung und die Lehrabschlussprüfung, einem Lehrplan für den beruflichen Unterricht und dem Modell-Lehrgang wurden ab 1983 erstmals 4jährige Lehren für Theatermaler/innen durchgeführt. Anfangs 90er Jahre wurden das Reglement und der Lehrplan überarbeitet. Auf der Basis des im April 1993 in Kraft getretenen Reglements/Lehrplans sowie dem Modell-Lehrgang erfolgen auch heute noch die Ausbildung und Lehrabschlussprüfungen der Theatermaler/Innen.

Der Wandel der Zeit erfordert eine Anpassung der Theatermaler-Ausbildung an die heutigen Anforderungen. Die diesbezüglichen Vorgaben des Bundesamtes für Berufsbildung und Technologie (BBT) sind bis August 2012 umzusetzen. Anfangs 2008 wurden die ersten Arbeiten aufgenommen. Es gilt das bisherige Reglement und den Lehrplan in eine Bildungsverordnung zu integrieren und den Modell-Lehrgang zu einem Bildungsplan umzuformen. Zur umfassenden Grundlagenerarbeitung wurde Mitte 2008 die Organisation der Arbeitswelt zusammengestellt (OdA). Die neue Ausbildung baut auf den drei Kernkompetenzen "Fachkompetenz“, "Methodenkompetenz“ sowie "Sozial-/Selbstkompetenz“ auf, wobei sich die Fachkompetenz in die Leitziele "Kunst- und Theatergeschichte“, "Projektplanung“ und "Theatermalerei“ unterteilt. Neben den Lernorten Betrieb und Berufsfachschule, werden neu auch überbetriebliche Kurse (ÜK) als obligatorischer Teil der Ausbildung bestehen. Die bisherige Lehrabschlussprüfung wird neu als Konsistenzprüfung durchgeführt.

Die wichtigsten Meilensteine des Reformprozesses sind:  
   
Nov. 2008 – März 2009 Analyse und Vorphase (Grundlage für Vorticket)
Mai 2009 Vorticket wurde erteilt
Juni 2009 Kickoff Veranstaltung
Sept. 2009 Erarbeitung der Bildungsverordnung
Okt. 2009 Erarbeitung des Bildungsplans
Juni 2009 Gründung Schweizerischer Theatermaler Verband (STMV)
Jan. 2010 Konsistenzprüfung des Bildungsplans durch BBT
Feb. 2010 Verbandsinterne Vernehmlassung STMV
März 2010 Umsetzung der Ergebnisse aus der Konsistenzprüfung durch das OdA
März 2010 Sitzung in Bern mit Berufsbildungsämter-Konferenz SBBK zur Erläuterung des Bildungsplans und der Konsistenzprüfung
Juli 2010 Übersetzung des Bildungsplans durch das OdA und der Bildungsverordnung durch das BBT
Juli 2010 Eingabe Ticket
Aug. – Dez. 2010 Vernehmlassung durch das BBT bei Kantonen und Verbänden
Feb. 2011 Anpassung der Bildungsverordnung und des Bildungsplans aufgrund Ergebnissen aus Vernehmlassung
Mai 2011 Schlusssitzung in Bern mit BBT
Juni 2011 – Feb. 2012 Erarbeitung diverser Unterlagen wie Lehrplan, Bildungsbericht, Lehrmittel, Notenformulare, etc.
Feb. – Mai 2012 Schulung der Ausbildungsverantwortlichen der Betriebe, der Berufsfachschule und der überbetrieblichen Kurse
Aug. 2012 Einführung der Grundbildung Theatermaler/In EFZ

Die Entstehung des Lehrberufs Theatermaler/In

Ab Mitte der 70er Jahre wurden Gespräche mit Deutschen Kollegen in Berlin über die Gründung eines Berufstands für Theatermaler/Innen in der Schweiz und Deutschland geführt, da weder in der Schweiz noch in Deutschland eine landesweit gültige Lehrabschlussprüfung für Theatermaler/Innen abgelegt werden konnte. Dies war nur in einzelnen Kantonen bzw. Bundesländern möglich (paritätische Prüfung). Eine länderübergreifende Realisation war schlussendlich leider nicht möglich, wodurch 1978 erste Gespräche mit der Ausbildungsfachstelle beim Bund geführt wurden. Peter Gatzka, Rudi Pech und Andreas Diethelm haben als Initianten massgeblich dazu betragen, dass die erste Ausbildung und eidgenössische Berufsprüfung für Theatermaler/Innen - deren Entstehung nachfolgend beschrieben wird - realisiert werden konnte.

1979 (Mai) Kantone und Verbände geben grünes Licht für die Erarbeitung eines Ausbildungsreglements
1980 (Okt.) Erste Sitzung in Bern mit der Schule für Gestaltung Zürich, dem Schweizerischen Verband Technischer Berufe (SVTB) und weiteren Theaterfachleuten. Als Ideengrundlage für das Reglement Theatermaler/In diente die Richtlinie der Grafiker.
1981 (Juli) Erster Entwurf des Reglements über die Ausbildung und die Lehrabschlussprüfung Theatermaler/In
1981 (Okt.) Einreichung des zweiten Entwurfs des Reglements über die Ausbildung und die Lehrabschlussprüfung Theatermaler/In inkl. Lehrplan für den beruflichen Unterricht ans Bundesamt für Industrie, Gewerbe und Arbeit (BIGA)
1982 (Feb.) Vernehmlassung des Reglements durch die interessierten Berufs- und Fachverbände
1982 (Mai) Stellungnahme der Gewerkschaften und der Verbände
1983 (Feb.) Überprüfung des überarbeiteten Reglements und Annahme durch das BIGA
1983 (April) Inkrafttreten des vom BIGA in allen Landesprachen gedruckten Reglements über die Ausbildung und die Lehrabschlussprüfung sowie den Lehrplan für den beruflichen Unterricht
1983 (Mai) Beginn der eidgenössisch anerkannten Lehre für Theatermaler/In mit Abschlussprüfung nach 4 Jahren; die Berufsschule wird zusammen mit den Dekorationsgestaltern besucht
1985 Erarbeitung des Modell-Lehrgangs
1985 Sitzung mit Kantonalem Amt für Berufsbildung St. Gallen bezüglich Durchführung der Lehrabschlussprüfung
1986 Erste Durchführung einer Zwischenprüfung
1987 (Aug.) Festsetzung der Schullektionen/-tage und Bestimmung des Fachlehrers zusammen mit der Deutschschweizerischen Berufsbildungsämter Konferenz (DBK)
1987 (Sept.) Die Prüfungskommission / Gestalter Berufe (PK/GB) wählt Fachexperten für Theatermalerei
1987 (Sept.) Durchführung der ersten eidgenössischen Lehrabschlussprüfungen im Opernhaus Zürich und Schauspielhaus Zürich
1987 (Okt.) Nachbesprechung der Richtlinien für die Lehrabschlussprüfung durch Fachexperten und Vorstände beim BIGA
1987 (Nov.) Überarbeiteter Berufsschullehrplan der Theatermaler wird vom DBK angenommen
1987 (Dez.) Wahl eines Oberexperten durch die Fachexperten
Ab 1988 Alle Theatermaler-Lehrlinge absolvieren die Berufsschule erstmals in einer spezifischen Fachklasse für Theatermalerei in Zürich mit einem eigenen Fachlehrer
1991 (Jan.) Überarbeitung des Reglements über die Ausbildung und die Lehrabschlussprüfung Theatermaler/In sowie des Lehrplans für den beruflichen Unterricht; insbesondere wurde die Lektionentafel und die Gewichtung der Fächer zur Bestimmung der Lehrabschlussnote angepasst
1992 Vernehmlassungsverfahren
1993 (April) Überarbeitetes Reglement über die Ausbildung und die Lehrabschlussprüfung Theatermaler/In sowie Lehrplan für den beruflichen Unterricht treten in Kraft
Ab 2008 Erarbeitung des Masterplans
2012 (Aug.) Einführung der neuen Grundbildung zum Theatermaler/In EFZ